


Schwangere Marienfigur, Ultra-marin-blau
Künstler: Rupert König

Vor mehr als 2000 Jahren macht sich eine junge Frau im kargen und steinigen Bergland von Judäa zu Fuß auf einen mehrtägigen beschwerlichen Fußmarsch. Sie heißt Maria und will ihre Verwandte Elisabeth besuchen, die in der Nähe von Jerusalem lebt.
Beide Frauen sind auf wundersame und unerklärliche Weise schwanger geworden. Die Umstände von Marias Schwangerschaft sind mehr als schwierig: Sie ist unverheiratet und es gibt keinen leiblichen Vater. Nicht nur der beschwerliche Weg, sondern auch die Sorgen über die ungewisse Zukunft ihres noch ungeborenen Kindes werden ihr zusätzlich zugesetzt haben.
Das ist die Situation, die sich in dem Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ bildhaft im Motiv des Dornwaldes ausdrückt.
Noch weiß Maria nichts von den schwierigen Umständen der Geburt ihres Kindes in einem Stall. Noch ahnt sie nicht, dass sie und ihre kleine Familie unmittelbar nach der Geburt des Kindes nach Ägypten fliehen müssen.
Bis heute sind die Umstände, in die Kinder hineingeboren werden, in vielen Teilen der Welt mehr als schwierig. Hunger, Armut und Flucht sind für viele Kinder dieser Welt nach wie vor eine lebensbedrohliche Realität.
More than 2000 years ago, a young woman set out on foot on an arduous journey of several days through the barren and rocky mountainous region of Judea. Her name was Mary, and she wanted to visit her relative Elizabeth, who lived near Jerusalem.
Both women had become pregnant in a miraculous and inexplicable way. The circumstances of Mary's pregnancy were more than difficult: she was unmarried and there was no biological father. Not only the arduous journey, but also her worries about the uncertain future of her unborn child must have weighed heavily on her.
This is the situation that is vividly expressed in the Advent hymn "Maria durch ein Dornwald ging" (Mary walked amid the thorns) in the motif of the thorn forest.
Mary does not yet know about the difficult circumstances of her child's birth in a stable. She does not yet suspect that she and her small family will have to flee to Egypt immediately after the child's birth.
To this day, the circumstances into which children are born are more than difficult in many parts of the world. Hunger, poverty and flight are still a life-threatening reality for many children around the world.
